Hast du schon mal einen guten Wein geöffnet und nicht gewusst, wie du ihn richtig aufbewahrst?
Viele Weinliebhaber machen den Fehler und lagern angebrochene Flaschen falsch.
Das Ergebnis: Der Wein oxidiert schnell und verliert seinen Geschmack.
Hier erfährst du, wie du offenen Wein optimal aufbewahrst und länger genießen kannst!
Inhaltsverzeichnis
Warum verändert sich offener Wein?
Sobald eine Weinflasche geöffnet wird, kommt der Wein mit Sauerstoff in Kontakt. Dieser Prozess wird Oxidation genannt und verändert sowohl Geschmack als auch Aroma des Weines.
In den ersten Stunden kann die Oxidation sogar positive Effekte haben – der Wein „atmet“ und entfaltet sein volles Aromapotenzial. Nach längerer Zeit wird der Sauerstoffkontakt jedoch zum Problem.
Der Wein verliert seine frischen Noten und entwickelt einen faden, manchmal sogar essigartigen Geschmack.
Die richtige Lagerung nach dem Öffnen
Temperatur ist entscheidend
Kühl lagern ist das A und O für offenen Wein. Der Kühlschrank ist dein bester Freund – auch für Rotwein!
Viele denken, Rotwein gehört nicht in den Kühlschrank. Das ist ein Mythos. Niedrige Temperaturen verlangsamen die Oxidation erheblich.
Vor dem Trinken kannst du Rotwein einfach 30 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Luftkontakt minimieren
Je weniger Luft in der Flasche verbleibt, desto länger hält sich der Wein. Hier sind die besten Methoden:
- Korken fest verschließen: Drücke den ursprünglichen Korken fest in die Flasche
- Vakuumpumpe verwenden: Spezielle Weinpumpen entziehen der Flasche die Luft (überzeuge dich selbst mit einem Weinpumpe Test!)
- Kleinere Flasche umfüllen: Fülle den Restwein in eine kleinere Flasche um
- Weingas einsetzen: Schutzgas-Sprays verdrängen den Sauerstoff
Aufrecht stehen lassen
Im Gegensatz zur Langzeitlagerung solltest du offene Weinflaschen aufrecht lagern. So minimierst du die Kontaktfläche zwischen Wein und Luft.
Haltbarkeit verschiedener Weinsorten
Nicht jeder Wein hält gleich lange. Die Haltbarkeit hängt von mehreren Faktoren ab:
Leichte Weißweine
Sauvignon Blanc, Pinot Grigio und ähnliche Sorten halten sich 1-3 Tage im Kühlschrank. Ihre delikaten Aromen sind besonders empfindlich.
Vollmundige Weißweine
Chardonnay oder weiße Burgunder bleiben 3-5 Tage genießbar. Der höhere Alkoholgehalt wirkt konservierend.
Rotweine
Leichte Rotweine wie Beaujolais halten 2-3 Tage. Kräftige Rotweine mit viel Tannin können 3-5 Tage aufbewahrt werden.
Schaumweine
Champagner und Sekt verlieren schnell ihre Kohlensäure. Mit einem speziellen Sektverschluss bleiben sie 1-2 Tage prickelnd.
Hilfreiche Weinzubehör für die Aufbewahrung
Vakuumpumpen
Diese praktischen Geräte kosten meist unter 20 Euro und verlängern die Haltbarkeit deutlich. Du pumpst einfach die Luft aus der Flasche. Nützlich können auch Vakuum-Weinverschlüsse sein, die fest schließen.
Weinverschlüsse
Spezielle Gummiverschlüsse schließen dichter als der ursprüngliche Korken. Für Schaumwein gibt es Verschlüsse mit Bügelmechanismus.
Coravin-Systeme
Diese professionellen Systeme ermöglichen es, Wein zu entnehmen, ohne die Flasche zu öffnen. Das Schutzgas hält den Wein wochenlang frisch.
Woran erkennst du schlechten Wein?
Verlasse dich auf deine Sinne:
- Geruch: Riecht der Wein essig-artig oder muffig, ist er verdorben
- Farbe: Bräunliche Verfärbung bei Weißwein deutet auf Oxidation hin
- Geschmack: Flacher, saurer Geschmack zeigt, dass der Wein nicht mehr genießbar ist
Mit der richtigen Aufbewahrung bleibt dein geöffneter Wein mehrere Tage genießbar. Kühle Lagerung und minimaler Luftkontakt sind die wichtigsten Faktoren. Investiere in einfaches Weinzubehör wie Vakuumpumpen – sie zahlen sich schnell aus. So musst du nie wieder guten Wein wegschütten und kannst auch teure Flaschen über mehrere Tage genießen.